{"id":2568,"date":"2022-03-30T18:28:27","date_gmt":"2022-03-30T18:28:27","guid":{"rendered":"http:\/\/rocor-ettringen.de\/?p=2568"},"modified":"2023-01-15T22:13:18","modified_gmt":"2023-01-15T22:13:18","slug":"metropolit-mark-moege-in-unseren-herzen-friede-herrschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rocor-ettringen.de\/?p=2568","title":{"rendered":"Metropolit Mark: \u201cM\u00f6ge in unseren Herzen Friede herrschen&#187;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/rocor-ettringen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/VMArk.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2563\" width=\"574\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/rocor-ettringen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/VMArk.jpeg 320w, https:\/\/rocor-ettringen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/VMArk-300x200.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 574px) 100vw, 574px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"viewer-b24a6\">Liebe V\u00e4ter, Br\u00fcder und Schwestern im Herrn!<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-a025l\">In diesen schrecklichen Tagen, in denen sich Str\u00f6me von Blut mit Str\u00f6men von L\u00fcge und T\u00e4uschung vermischen, d\u00fcrfen wir Christen uns nicht dem Geist des Krieges ergeben. Der Geist des Krieges ist anma\u00dfend. Er fordert Aufteilung in Parteien. Er fordert Hass.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bmj62\">Wir Christen m\u00fcssen verstehen: Die Bosheit, mit der der Krieg brennt, ist die Bosheit der H\u00f6lle. Der Feind Gottes erg\u00f6tzt sich nicht so sehr an menschlichem Blut als vielmehr an menschlicher Erbosung und Spaltung. Der Teufel will nichts so sehr, wie den Menschen von seinem N\u00e4chsten, von der Kirche und von Christus zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-333mh\">Und das ist nichts Neues. Vor Beginn der Gro\u00dfen Fastenzeit, am Samstag der Fleischentsagung, hat der Herr uns gewarnt: \u201e<em>Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsger\u00fcchten h\u00f6ren; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen\u2026 Denn ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein K\u00f6nigreich gegen das andere\u2026 Und dann werden viele Ansto\u00df nehmen, einander verraten und einander hassen\u2026 Und weil die Gesetzlosigkeit \u00fcberhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden<\/em>.\u201c (Mt. 24:6-13; Lk. 21:8-36).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-e56iq\">Das gerechte, allumfassende Gericht Gottes steht bevor. Wo die Erinnerung daran verloren geht, wird schnell und einfach geurteilt \u2013 und auch das ist Krieg, der andauernde Krieg des Teufels gegen Gott.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-as8rd\">Auf wessen Seite haben wir zu stehen?<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-tvip\">Dieses Wort richtet sich sowohl an diejenigen, die hier bereits kirchliche Verantwortung tragen, als auch an Neuank\u00f6mmlinge.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7e2h3\">Die Deutsche Di\u00f6zese ist unsere Ortskirche. Sie umfasst sowohl Priester als auch Gl\u00e4ubige verschiedener Nationalit\u00e4ten: Ukrainer, Russen, Wei\u00dfrussen, Ruthenen, Juden, \u201crusslanddeutsche\u201d Einwanderer und einheimische Deutsche, Griechen, Moldawier, Serben, Georgier, Polen, Tschechen, Ungarn\u2026 Jeder von uns liebt sein Heimatland. Aber der barmherzige Herr hat uns hier vereint und berufen, das kirchliche Leben dieser Di\u00f6zese aufzubauen, zum Heil der gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Generationen orthodoxer Christen in diesem Land. Hier sind wir das Volk Gottes, indem wir dem einen Gott dienen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1ft5c\">Wenn wir zulassen, dass dieser Dienst entlang nationaler Grenzen zerteilt wird, dann begehen wir eine schwere S\u00fcnde, die schwerwiegendste \u2013 wir zerrei\u00dfen den lebendigen einen Leib der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-b14hk\">Es ist genau dieses Zerrei\u00dfen, dieses Trennen, das der F\u00fcrst dieser Welt will und immer dr\u00e4ngender von uns verlangt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-63la9\">Wir erinnern uns, dass auch von Christus verlangt wurde, ein politischer F\u00fchrer zu sein und die Besatzer zu besiegen. Dass er sich von den r\u00f6mischen Besatzern lossage und zum Gott nicht aller Menschen, sondern nur eines leidenden Volkes werde. Vielen schienen diese politischen Erwartungen und Forderungen damals berechtigt und rechtschaffen. Doch wir erinnern uns, was diejenigen, die sie stellten, Christus antaten, als Er ihnen nicht gerecht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-199k2\">In der Politik gibt es immer eine Aufteilung in Freunde und Fremde. Aber das unblutige Opfer Christi wird \u201cf\u00fcr alle und f\u00fcr alles\u201d dargebracht.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-fj2uk\">Wenn wir in unserem Herzen nicht mit diesen Worten \u201cf\u00fcr alle und f\u00fcr alles\u201d einverstanden sind, k\u00f6nnen wir dann die Kommunion empfangen? Sind wir dann Christen?<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7i3bh\">Erheben wir wenigstens f\u00fcr einen Moment unsere geistigen Augen. Denken wir an die unsichtbare Welt der Engel. Die Kirche feiert die Verbindung mit dieser Welt besonders in der Liturgie: der Kleine Einzug; das Cherubikon; das \u201cHeilig, heilig, heilig\u2026\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-483qj\">Aber die Welt der Engel ist ja nicht auf die Mauern der Kirche beschr\u00e4nkt. Selbst im L\u00e4rm der Schlacht, unter Kugeln und Bomben, wo die H\u00f6lle ungeteilt zu herrschen scheint, wird jeder Soldat von seinem Engel begleitet, der \u00fcber ihn wacht, ihn besch\u00fctzt, sorgt f\u00fcr ihn und trauert. D\u00e4monen als Diener des Teufels versuchen durch ihren Hass, die menschlichen Leiber und vor allem die Seelen ins Verderben zu st\u00fcrzen. Die Engel, die Verk\u00fcnder Christi, suchen durch ihre Liebe jeden Krieger zu retten, auf welcher Seite er auch k\u00e4mpfe. Und so durchdringt uns der Schmerz f\u00fcr die in der Kirche stehenden M\u00fctter, Ehefrauen und Schwestern der Soldaten, f\u00fcr deren Seelenheil und Ruhe wir beten \u2013 die Soldaten beider Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-79shv\">Wof\u00fcr \u00f6ffnen wir unser Herz \u2013 f\u00fcr Liebe oder Hass? Auf wessen Seite stehen wir in diesem wahren Kampf?<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9mc4o\">Wenn wir Christen sind, weisen wir den Geist des Krieges zur\u00fcck, der Christus fremd ist.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-a6cq6\">M\u00f6ge in unseren Herzen Friede herrschen \u2013 der einzig wahre Friede, den der Erl\u00f6ser bereits gebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-6hp6a\">Folgen wir dem Ruf des Apostels: \u201c<em>Gebt dem Teufel keinen Raum\u2026 Bem\u00fcht euch, mit den H\u00e4nden etwas Gutes zu erarbeiten, damit dem Bed\u00fcrftigen gegeben werde. Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es n\u00f6tig ist, damit es den H\u00f6rern Gnade bringe. Und betr\u00fcbt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid f\u00fcr den Tag der Erl\u00f6sung. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und L\u00e4sterung sei von euch weggetan samt aller Bosheit. Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus<\/em>.\u201c (Eph. 4:28-32)<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-969l4\">Glauben wir fest an das Wort Christi: \u201e<em>Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedr\u00e4ngnis; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden<\/em>.\u201c (Joh. 16:33)<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-42jda\">Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe V\u00e4ter, Br\u00fcder und Schwestern im Herrn! In diesen schrecklichen Tagen, in denen sich Str\u00f6me von Blut mit Str\u00f6men von L\u00fcge und T\u00e4uschung vermischen, d\u00fcrfen wir Christen uns nicht dem Geist des Krieges ergeben. Der Geist des Krieges ist anma\u00dfend. Er fordert Aufteilung in Parteien. Er fordert Hass. 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